Karin Duregger

IMGP0779
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Grüss Göttin – Dreharbeiten zum Dokumentarfilm begonnen

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“Der Vater war ein Tyrann, wie Sklaven hat er uns behandelt (…) Er hat sich von uns Kindern die Füße waschen lassen. Ich hab vieles verdrängt, einiges kommt jetzt heute in Erinnerungsbruchstücken daher. Wir haben das niemandem erzählt, wir mussten alle schauen, wie wir das ganze überleben.“ (Sieglinde, 63)

Begegnungen und Gespräche von meiner Kollegin Manuela Federl und mir mit rund 150 Frauen aus kleinen Dörfern am Land, am Berg und in engen Tälern zwischen Südbayern, Österreich und Südtirol kristallisieren die These heraus, die als Frage dem Film bereits im Intro vorangestellt wird: Es verdichtet sich nach wie vor und das schon seit geraumer Zeit: Bigotterie, Prüderie und Rollenzuweisung sowie Unsicherheit, Schweigen, Angst, beeinflusst wiederum von Traditionen und Bräuchen, von katholischem Glauben geformt. Der weibliche Alltag und seine Strukturen sind einer bestimmten Moral unterworfen.
Jetzt stellt sich die Frage – und dort beginnt die filmische Erzählung – wie kann diese These aufgezeigt werden, wie kann sie sicht- und spürbar gemacht werden. Wie begeben begeben sich auf eine persönliche Suche nach Antworten für die Ausgangsfrage: Zeigt sich das Patriarchat in kleinen Dörfern und am Land im katholisch geprägten Alpenraum anders als anderswo und wenn ja, wie.

Rai Südtirol wird den Dokumentarfilm voraussichtlich im Frühjahr 2027 ausstrahlen.

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